Hallo Welt!
Ich weiß ja nicht, wie Euch das geht. Aber vielleicht mögt Ihr mir ja auch davon erzählen. Ich jedenfalls bin seit einigen Jahren im regelrechten "Guck-Stress". Regelmäßig sprießen überall absolut sehenswerte Serien aus dem offensichtlich fruchtbaren TV-Boden und wollen alle von mir geschaut und bestaunt werden. Ich komme gar nicht hinterher! Da denke ich, ich bin schon fit, weil ich vier Staffeln
Dexter geschaut habe, da läuft in den USA schon längstens die sechste Staffel und hier ist auch schon die fünfte käuflich zu erwerben. Stress! Und dann kommt ein Freund mit
Breaking Bad um die Ecke und fragt "Kennste die schon? Musst Du Dir anschauen!" und - schwups! - bin ich wieder gefangen im scheinbar endlosen Strudel. Und dann ist schon für den 8. Juni die Veröffentlichung der vierten Staffel
True Blood auf DVD angekündigt und schon geht es weiter - ohweia! An Samstagen und Sonntagen wird nicht mehr die Wohnung verlassen, die Rollläden sind immer so weit unten, sodass gerade noch genug Licht ins Wohnzimmer gelassen wird, dass man noch weiß, ob es Tag oder Nacht ist. Wenn Freunde anrufen und zu irgendwelchen Unternehmungen animieren wollen, wird ihnen ein schnelles "Ich habe keine Zeit!" entgegen geschmettert. Man muss schnell zurück auf die Couch, schnell wieder auf "Play" drücken und schnell wieder eintauchen in die Welt von sympathischen Serienkillern, krebskranken "Crystal Meth"-Köchen und schnuckeligen Vampiren und ein Teil davon werden.
Ich starte hiermit also eine kleine Reihe - damit Ihr, so wie ich, den Überblick behaltet im dichten Dschungel der sehenswerten TV-Serien. Auf geht's mit dem ersten Teil von
Serien-Täter.
Der US-amerikanische Serienhit Mad Men wird bereits seit 2007 produziert und mittlerweile in den USA bereits in der fünften Staffel ausgestrahlt. In Deutschland ist die Serie auf ZDFneo zu sehen. Mad Men hat drei Mal den Golden Globe für "Beste Dramaserie" gewonnen, sowie vier Mal den Emmy ebenfalls für "Beste Dramaserie".
Mad Men spielt im New York der sechziger Jahre - genauer in der fiktiven Werbeagentur
Sterling Cooper. Die Handlung dreht sich um die Werbeagentur, ihre Mitarbeiter und deren Familien, sowie das weitere Umfeld. Im Mittelpunkt darin steht der erfolgreiche Werbefachmann Don Draper, der hinter den großen und erfolgreichen Kampagnen der Agentur für viele namenhafte Kunden steht.
Die Serie gibt in jeder Hinsicht den Zeitgeist der sechziger Jahre wieder, die Handlung ist sozusagen in den sozialen und kulturellen Kontext der Zeit
eingewebt. Themen, wie die gesellschaftlichen Hierarchien, die traditionellen Geschlechterrollen und der wirtschaftliche Aufschwung dieser Zeit und der damit verbundene Lebensstil der sechziger Jahre sind wichtige Motive in der Serie und machen sie gleichzeitig auch so unheimlich spannend. Sowieso finde ich die sechziger Jahre der amerikanischen Geschichte unheimlich interessant (vielleicht spricht da auch die Amerikanistik-Studentin in mir). Zudem werden bei
Mad Men politische
und gesellschaftliche Ereignisse des Jahrzehnts aufgenommen und thematisiert. Mit einer aufwendigen Ausstattung wird das Lebensgefühl dieser Ära möglichst detailgenau widergegeben - von den Sets bis zu den Kostümen. Zudem werden durch Andeutungen auf die großen, gesellschaftlichen
Veränderungen Ausblicke auf die späteren Jahre des Jahrzehnts gegeben.
Absolut sehenswert alleine schon der Vorspann, der den Fall der Figur Don Draper symbolisiert (da ich mich bildrechtlich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen mag, könnt Ihr danach ja gerne mal selbst bei Youtube schauen, oder gleich die DVD-Box bei Amazon ordern).
Und für die Damen: Don Draper ist schon eine Augenweide (siehe oben).
Eine absolut sehenswerte Serie für Fans der "roaring sixties", des guten Geschmacks, der damaligen, schnieken Anzüge und der großartigen Geschichten um die Menschen im Amerika der sechziger Jahre.
Ich bin ein Fan - Ihr auch?
Liebste Grüße,
Eure Vivienne